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	<title>MERA</title>
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	<description>Landschaftsarchitektur für Mensch und Raum</description>
	<lastBuildDate>Thu, 07 May 2026 08:59:22 +0000</lastBuildDate>
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		<title>1. Platz im Wettbewerb</title>
		<link>https://mera.la/dialog/news/1-preis-fuer-freiraumplanung-klimaanpassung-igs-bothfeld-hannover/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elena Ebert-Florin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2026 12:06:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[1. Platz]]></category>
		<category><![CDATA[Freiraumplanung]]></category>
		<category><![CDATA[Quartier]]></category>
		<category><![CDATA[Regenwassermanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unser Entwurf für die IGS Bothfeld in Hannover wurde mit dem 1. Preis ausgezeichnet. </p>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ein Freiraumkonzept zwischen Klimaanpassung, Nutzungsvielfalt und langfristiger Robustheit</strong></h2>



<p>Unser Wettbewerbsbeitrag für das Bildungs- und Kulturzentrum IGS Bothfeld in Hannover wurde gemeinsam mit APB Architekten mit dem <strong>1. Preis</strong> ausgezeichnet. Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg, der das Ergebnis einer intensiven und vertrauensvollen Zusammenarbeit ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Neue Quartiersmitte als verbindendes Element</h3>



<p>Im Zentrum des Entwurfs steht eine neue Quartiersmitte, die von Schule, Sporthalle, Kulturtreff und Stadtteilbibliothek gerahmt wird. Der zentrale Platz fungiert als verbindendes Element zwischen Bildung und öffentlichem Leben und schafft Raum für Begegnung, Bewegung und Aufenthalt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="1003" src="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/05/Dachaufsicht_M500_Phase_2-Kopie-1024x1003.jpg" alt="Draufsicht auf den Schulcampus der IGS Bothfeld in Hannover: Mehrere rechteckige Schulgebäude sind in eine großzügige, parkartige Landschaft eingebettet. Baumreihen, Grünflächen und Wege verknüpfen die einzelnen Baukörper mit Schulhöfen, Sport- und Aufenthaltsbereichen. Im östlichen Teil liegen Spielflächen und Sportfelder, während sich um die Gebäude befestigte Platzflächen und begrünte Innenhöfe anordnen. Die umliegende Landschaft mit zahlreichen Bestandsbäumen bindet den Campus in den Freiraum der Umgebung ein" class="wp-image-8037" srcset="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/05/Dachaufsicht_M500_Phase_2-Kopie-1024x1003.jpg 1024w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/05/Dachaufsicht_M500_Phase_2-Kopie-327x320.jpg 327w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/05/Dachaufsicht_M500_Phase_2-Kopie-1536x1504.jpg 1536w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/05/Dachaufsicht_M500_Phase_2-Kopie-2000x1958.jpg 2000w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/05/Dachaufsicht_M500_Phase_2-Kopie-722x707.jpg 722w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Ein wesentliches Prinzip der Freiraumplanung ist die Verbindung aus klarer Zonierung und hoher Nutzungsflexibilität. Unterschiedlich intensiv genutzte Bereiche sind räumlich eindeutig organisiert und gleichzeitig offen für vielfältige Aneignungen im Alltag. So entstehen robuste Freiräume, die langfristig funktionieren und sich weiterentwickeln können.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Differenzierte Freiräume und flexible Nutzung</h3>



<p>Die Freianlagen des Kulturtreffs und der Bibliothek ergänzen das Gesamtkonzept durch differenzierte Angebote: Während der Kulturtreff flexible, multifunktionale Flächen für Aufenthalt und Veranstaltungen bietet, entsteht mit dem Lesegarten ein geschützter, ruhiger Raum mit hoher Aufenthaltsqualität.</p>



<p>Auch im Schulbereich wird diese Logik fortgeführt. Unterschiedliche Zonen ermöglichen altersgerechte Nutzungen und schaffen ein ausgewogenes Verhältnis aus Bewegung, Spiel und Rückzug.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="577" src="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/05/IGS-Bothfeld-Rendering-Schulhof-und-Gebaeude-1024x577.jpeg" alt="Perspektivische Darstellung der Freianlagen der IGS Bothfeld in Hannover: Vor einem mehrgeschossigen Schulgebäude erstreckt sich ein großzügiger Bewegungs- und Aufenthaltsbereich. Zu sehen sind Spiel- und Sportangebote wie Kletter- und Balanciergeräte sowie freie Flächen für Bewegung. Kinder und Jugendliche laufen, spielen und trainieren, während andere sich am Rand aufhalten. Bäume und Pflanzflächen gliedern den Raum und schaffen Übergänge zwischen den Gebäuden und den Außenbereichen. Freiraumkonzept von MERA GmbH Hamburg" class="wp-image-8014" srcset="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/05/IGS-Bothfeld-Rendering-Schulhof-und-Gebaeude-1024x577.jpeg 1024w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/05/IGS-Bothfeld-Rendering-Schulhof-und-Gebaeude-327x184.jpeg 327w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/05/IGS-Bothfeld-Rendering-Schulhof-und-Gebaeude-1536x865.jpeg 1536w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/05/IGS-Bothfeld-Rendering-Schulhof-und-Gebaeude-2000x1127.jpeg 2000w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/05/IGS-Bothfeld-Rendering-Schulhof-und-Gebaeude-722x407.jpeg 722w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Klimaanpassung und Pflege mitgedacht</h3>



<p>Ein besonderer Fokus liegt auf der Klimaanpassung. Vegetationsflächen, neue Baumpflanzungen und der Erhalt des Bestands tragen zur Verschattung, Kühlung und ökologischen Vielfalt bei. Das integrierte Regenwassermanagement sorgt dafür, dass Niederschlagswasser vollständig vor Ort versickert und verdunstet. Versickerungsfähige Beläge, Pflanzflächen und Rigolen bilden ein nachhaltiges Gesamtsystem.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="1280" src="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/05/IGS-Bothfeld-WB-gewonnen-9-1024x1280.png" alt="Schematische Draufsicht des Schulcampus der IGS Bothfeld in Hannover mit Fokus auf Regenwassermanagement: Die Gebäude sind farblich hervorgehoben und zeigen Dachflächen mit Begrünung und Retentionsfunktionen. Unterschiedliche Grüntöne kennzeichnen Versickerungsflächen, begrünte Innenhöfe und offene Grünräume. Pfeile und Legende erläutern die Entwässerung, bei der Regenwasser auf den Dächern zurückgehalten, in angrenzende Flächen geleitet und vor Ort versickert wird. Konzept von MERA GmbH Hamburg" class="wp-image-8010" srcset="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/05/IGS-Bothfeld-WB-gewonnen-9-1024x1280.png 1024w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/05/IGS-Bothfeld-WB-gewonnen-9-327x409.png 327w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/05/IGS-Bothfeld-WB-gewonnen-9-722x903.png 722w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/05/IGS-Bothfeld-WB-gewonnen-9.png 1080w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Auch die Pflege wurde früh mitgedacht. Klar strukturierte Pflanzflächen, robuste Arten und gute Zugänglichkeit ermöglichen einen wirtschaftlichen und langfristig tragfähigen Betrieb.</p>



<p>Mit der IGS Bothfeld entsteht ein zukunftsfähiger Freiraum, der Schulbau, Landschaftsarchitektur und klimaresiliente Stadtentwicklung sinnvoll miteinander verbindet.</p>


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			</item>
		<item>
		<title>Gewonnen: Entwurf für Baudissin Kasernen Areal, Hamburg gewinnt 1. Preis</title>
		<link>https://mera.la/dialog/news/1-platz-im-wettbewerb-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elena Ebert-Florin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 11:30:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir freuen uns über den 1. Platz für unseren Entwurf für das grün geprägte Wohnquartier am Hamburger Rugenbarg.  </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Neues Wohnen am Rugenbarg, HH &#8211; Freiraum als tragendes Gerüst</h2>



<p>Wir freuen uns über den Gewinn des städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs für die Entwicklung des neuen Wohnquartiers an der Baudessin-Kaserne in Hamburg-Osdorf. Gemeinsam mit LRW Architektur und Stadtplanung haben wir ein Konzept entwickelt, das die vorhandenen Qualitäten des Ortes aufgreift und in eine zukunftsfähige Quartiersstruktur übersetzt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ausgangspunkt: Vorhandener Baumbestand</h3>



<p>Ausgangspunkt der Planung war der Blick auf das Vorhandene: ein prägender Baumbestand mit alten Eichen, markanten Solitärbäumen und gewachsenen Gehölzstrukturen sowie die räumliche Nähe zur Osdorfer Feldmark. Diese landschaftlichen Elemente bilden das atmosphärische Fundament des Entwurfs.</p>



<p>Statt den Ort neu zu „überformen“, war es unser Ziel, diese Qualitäten weiterzudenken und in eine klare, lesbare Freiraumstruktur zu überführen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Drei Höfe – drei Nachbarschaften</h3>



<p>Das neue Quartier wird durch drei grün geprägte, autofreie Wohnhöfe gegliedert. Jeder Hof bildet eine eigenständige Nachbarschaft mit gemeinschaftlicher Mitte. Hier entstehen geschützte Freiräume, die vielfältige Nutzungen ermöglichen: Aufenthalt, Spiel, Begegnung und alltägliches Miteinander.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="765" src="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/5.-Isometrie-Gesamtquartier-1024x765.png" alt="Axonometrische Darstellung eines neuen Wohnquartiers in der Stein-Hardenberg-Straße in Hamburg: Mehrere Gebäude gruppieren sich um grüne Innenhöfe und sind durch ein zusammenhängendes Freiraumsystem verbunden. Ein zentrales Quartiersband mit Wegen, Spiel- und Aufenthaltsflächen durchzieht das Gebiet und verbindet Nachbarschaftstreff, kleine Platzbereiche und gemeinschaftlich genutzte Freiräume. Dichte Baumbestände und ein waldartiger Grünraum prägen die Mitte des Quartiers, während Baumreihen und Eingangsbereiche die Ränder fassen. Planung: LH Architekten und MERA Landschaftsarchitekten." class="wp-image-7999" srcset="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/5.-Isometrie-Gesamtquartier-1024x765.png 1024w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/5.-Isometrie-Gesamtquartier-327x244.png 327w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/5.-Isometrie-Gesamtquartier-1536x1148.png 1536w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/5.-Isometrie-Gesamtquartier-2000x1494.png 2000w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/5.-Isometrie-Gesamtquartier-722x539.png 722w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Besonderes Augenmerk liegt auf den Übergängen zwischen privaten und gemeinschaftlichen Bereichen. Diese sind bewusst durchlässig gestaltet, sodass ein fließendes Miteinander entsteht und die Höfe im Alltag belebt werden.</p>



<p><strong>Das Quartiersband als verbindendes Rückgrat</strong></p>



<p>Ein zentrales Element des Entwurfs ist das Quartiersband, ein durchgehender, öffentlicher Grünraum, der die Höfe miteinander verknüpft. Es übernimmt mehrere Funktionen gleichzeitig: Es organisiert die Wegebeziehungen, schafft Orientierung und bietet eine Abfolge unterschiedlicher Aufenthaltsorte.</p>



<p>Dieser identitätsstiftende Grünsaum wirkt über das eigentliche Quartier hinaus. Es verbindet das neue Wohngebiet mit seiner Umgebung und trägt dazu bei, den gesamten Stadtraum aufzuwerten.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Wäldchen als prägender Landschaftsraum</strong></h3>



<p>Eine besondere Qualität des Ortes liegt im angrenzenden Wäldchen des benachbarten Bundeswehr-Areals. Auch wenn dieser Bereich nicht zugänglich ist, prägt er als dichter, zusammenhängender Landschaftsraum die Wahrnehmung des Quartiers.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1126" src="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/MERA_EG_Entwurfsplan-1024x1126.jpg" alt="Draufsicht auf ein Wohnquartier in der Stein-Hardenberg-Straße in Hamburg: Mehrere Gebäuderiegel und -gruppen sind um grüne Innenhöfe angeordnet und über ein Netz aus Wegen verbunden. Ein zentraler, dichter Baumbestand bildet einen waldartigen Freiraum, der das Quartier prägt und von Wohnbebauung umgeben ist. Entlang der Ränder verlaufen Baumreihen, während innerhalb der Höfe Spiel-, Aufenthalts- und Gemeinschaftsflächen angeordnet sind. Die Freiräume sind differenziert zoniert und verbinden Wohnen, Bewegung und Natur. Planung: LH Architekten und MERA Landschaftsarchitekten." class="wp-image-7998" srcset="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/MERA_EG_Entwurfsplan-1024x1126.jpg 1024w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/MERA_EG_Entwurfsplan-327x359.jpg 327w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/MERA_EG_Entwurfsplan-1397x1536.jpg 1397w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/MERA_EG_Entwurfsplan-2000x2199.jpg 2000w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/MERA_EG_Entwurfsplan-722x794.jpg 722w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Diese visuelle Präsenz wurde bewusst in das Freiraumkonzept integriert. Das Wäldchen fungiert als grüner Hintergrund, der dem Quartier Tiefe verleiht und seine Einbindung in den landschaftlichen Kontext stärkt.</p>



<p><strong>Klimaresilienz als selbstverständlicher Bestandteil</strong></p>



<p>Neben der räumlichen Struktur spielt auch der Umgang mit Klima und Ressourcen eine zentrale Rolle. Die Freiraumgestaltung folgt einer naturnahen, klimaresilienten Strategie mit einem möglichst geringen Versiegelungsgrad.</p>



<p>Ein dezentrales Regenwassermanagement sorgt dafür, dass Niederschläge vor Ort zurückgehalten, versickert und gespeichert werden. Retentionsflächen, Versickerungsbereiche und Dachbegrünungen sind integraler Bestandteil des Freiraums und verbinden ökologische Funktion mit Aufenthaltsqualität.</p>



<p><strong>Ein robustes Freiraumsystem</strong></p>



<p>In der Gesamtheit entsteht ein Freiraumsystem, das klare räumliche Strukturen mit landschaftlicher Einbindung und alltagstauglicher Nutzung verbindet. Es bietet Orientierung, schafft Identität und lässt gleichzeitig Spielraum für Aneignung und Entwicklung.</p>



<p>Wir danken LRW Architektur und Stadtplanung für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit bei der Entwicklung dieses Entwurfes.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="575" src="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/BAU_PS_2_ohne-Schrift-1024x575.jpg" alt="Perspektivische Darstellung eines begrünten Innenhofs in einem Wohnquartier: Mehrere mehrgeschossige Backsteingebäude umschließen einen gemeinschaftlich genutzten Freiraum. In der Mitte liegt eine Wiesenfläche mit geschwungenen Wegen, Trittsteinen und einzelnen Sitzbereichen. Ein großer Baum prägt den Hof und spendet Schatten, darunter stehen lose angeordnete Stühle und Tische. Bunte Wimpel sind zwischen den Gebäuden gespannt. Menschen unterschiedlichen Alters bewegen sich durch den Hof, gehen spazieren, unterhalten sich oder halten sich im Freiraum auf. Balkone und Laubengänge beleben die Fassaden und öffnen sich zum gemeinschaftlichen Außenraum." class="wp-image-8002" srcset="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/BAU_PS_2_ohne-Schrift-1024x575.jpg 1024w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/BAU_PS_2_ohne-Schrift-327x184.jpg 327w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/BAU_PS_2_ohne-Schrift-1536x863.jpg 1536w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/BAU_PS_2_ohne-Schrift-2000x1124.jpg 2000w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/BAU_PS_2_ohne-Schrift-722x406.jpg 722w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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			</item>
		<item>
		<title>1. Platz im Wettbewerb</title>
		<link>https://mera.la/dialog/news/1-platz-im-wettbewerb/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elena Ebert-Florin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 08:16:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[1. Preis städtebaulicher Wettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[Dachflächen]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsvolle Freiräume]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Siegerentwurf entwickelt die Freiräume eines gemischt genutzten Quartiers mit Wohnen, Kita und Gewerbe zu einem gemeinschaftlich nutzbaren Gesamtsystem.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wir freuen uns sehr über den 1. Preis im Wettbewerb zur Neubebauung der Stein-Hardenberg-Straße. Der Entwurf entwickelt die Freiräume eines gemischt genutzten Quartiers mit Wohnen, Kita und Gewerbe zu einem robusten, klimaangepassten und gemeinschaftlich nutzbaren Gesamtsystem.</p>



<p>Im Zentrum des freiraumplanerischen Konzepts steht die sogenannte „Quartiersfuge“. Als öffentlicher Raum verbindet sie die Baukörper nicht nur funktional, sondern bildet zugleich einen identitätsstiftenden Ort für Aufenthalt und nachbarschaftliche Interaktion. Integrierte Retentions- und Verdunstungsflächen übernehmen dabei zentrale Aufgaben der Regenwasserbewirtschaftung und tragen zur Verbesserung des Mikroklimas bei. So wird die Quartiersfuge sowohl infrastrukturell als auch sozial wirksam.</p>



<p>Die privaten Innenhöfe sind konsequent lärmabgewandt organisiert und differenziert zoniert. Sie bieten geschützte Räume für Spiel, Aufenthalt und gemeinschaftliche Nutzung und integrieren anteilig Flächen für die Kindertagesstätte. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1280" src="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/SHS-Stein-Hardenberg-Str-3-1024x1280.png" alt="" class="wp-image-7984" srcset="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/SHS-Stein-Hardenberg-Str-3-1024x1280.png 1024w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/SHS-Stein-Hardenberg-Str-3-327x409.png 327w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/SHS-Stein-Hardenberg-Str-3-722x903.png 722w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/SHS-Stein-Hardenberg-Str-3.png 1080w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Vegetative Strukturen, Retentionsbereiche und Aufenthaltsangebote werden dabei funktional miteinander verknüpft und schaffen vielseitig nutzbare Freiräume für unterschiedliche Nutzer*innengruppen.</p>



<p>Ein wesentlicher Baustein des Konzepts ist die Einbeziehung der Dachflächen als zusätzliche Freiraumebene. Angesichts dichter Bebauung werden diese nicht als technische Restflächen verstanden, sondern als integraler Bestandteil des Freiraumsystems. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="632" src="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/SHS_Flaechenverteilplan-1024x632.jpg" alt="" class="wp-image-7979" srcset="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/SHS_Flaechenverteilplan-1024x632.jpg 1024w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/SHS_Flaechenverteilplan-327x202.jpg 327w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/SHS_Flaechenverteilplan-1536x948.jpg 1536w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/SHS_Flaechenverteilplan-722x445.jpg 722w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/SHS_Flaechenverteilplan.jpg 1731w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Intensive und extensive Begrünungen, modellierte Topografien und Baumpflanzungen ermöglichen nutzbare Aufenthalts- und Spielflächen für Kita und Bewohner*innen und leisten gleichzeitig einen Beitrag zur Retention, Verdunstung und Förderung der Biodiversität.</p>



<p>In der Überlagerung von öffentlicher Quartiersfuge, privaten Hofräumen und aktivierten Dachlandschaften entsteht ein vielschichtiges Freiraumsystem, das die Anforderungen an klimaangepasste Stadtentwicklung mit einer hohen Aufenthalts- und Nutzungsqualität im Alltag verbindet.</p>



<p>Wir bedanken uns bei unseren Kooperationspartner*innen von LH Architekten für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie bei der SHS Grundstücksgesellschaft mbH für das entgegengebrachte Vertrauen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="640" src="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/SHS_Visualisierung-2-1024x640.jpg" alt="" class="wp-image-7981" srcset="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/SHS_Visualisierung-2-1024x640.jpg 1024w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/SHS_Visualisierung-2-327x204.jpg 327w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/SHS_Visualisierung-2-1536x960.jpg 1536w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/SHS_Visualisierung-2-2000x1250.jpg 2000w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/04/SHS_Visualisierung-2-722x451.jpg 722w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p></p>



<p class="has-small-font-size"><sup>Bildnachweis: Renderings: bloomimages; Lagepläne: LH Architekten, MERA</sup></p>
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		<title>Bremer Wohnbaupreis 2025: MERA erhält Preis für das Bremer Kaffeequartier</title>
		<link>https://mera.la/dialog/news/bremer-wohnbaupreis-2025-fuer-mera/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elena Ebert-Florin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Mar 2026 09:34:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bremer Wohnbaupreis 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaftsarchitektur]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsvolle Freiräume]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>MERA hat gemeinsam mit LRW Architektur den Bremer Wohnbaupreis für das Neue Kaffeequartier Bremen erhalten.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Auszeichnung für das Neue Kaffeequartier in Bremen</h2>



<p>Das Neue Kaffeequartier in Bremen wurde mit dem Bremer Wohnbaupreis 2025 ausgezeichnet. Gemeinsam mit LRW Architektur und Stadtplanung PartG mbB freuen wir uns sehr über diese Anerkennung.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:37% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="426" height="522" src="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/03/Bremer-Wohnbaupreis-2025-Logo-.webp" alt="" class="wp-image-7939 size-full" srcset="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/03/Bremer-Wohnbaupreis-2025-Logo-.webp 426w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/03/Bremer-Wohnbaupreis-2025-Logo--327x401.webp 327w" sizes="auto, (max-width: 426px) 100vw, 426px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p></p>
</div></div>



<p></p>



<p>Der Bremer Wohnbaupreis gilt als wichtiger Gradmesser für die Qualität des Wohnungsbaus im Land Bremen. Als Staatspreis würdigt er Projekte, die architektonische, städtebauliche und gesellschaftliche Verantwortung überzeugend zusammenführen. Dass unser gemeinsames Projekt diese Auszeichnung erhält, verstehen wir als Bestätigung eines Planungsverständnisses, das Architektur und Freiraum als gleichwertige Bestandteile eines lebendigen Quartiers begreift.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mensch und Raum im Wohnungsbau</h3>



<p>Für uns steht im Wohnungsbau nicht allein die bauliche Dichte im Fokus, sondern die Qualität der Räume zwischen den Häusern. Dort entscheidet sich, ob Nachbarschaft entsteht, ob Begegnung selbstverständlich wird und ob sich Menschen einen Ort aneignen können.</p>



<p>Das Freiraumkonzept des Kaffeequartiers versteht die Außenanlagen als ordnende Struktur des gesamten Ensembles. Verkehrsberuhigte Wohnstraßen werden als soziale Räume gedacht. Vorgärten vermitteln bewusst zwischen öffentlichem Raum und privatem Wohnen. Abgestufte Übergänge schaffen Orientierung und stärken das Miteinander, ohne die notwendige Privatheit aufzugeben.</p>



<p>Im gemeinschaftlichen Gartenbereich entsteht ein differenziertes Gefüge aus Spiel-, Aufenthalts- und Grünflächen. Unterschiedliche Nutzungsangebote ermöglichen Aneignung für verschiedene Altersgruppen. Ein locker gesetzter Baumbestand schafft räumliche Fassung und verbessert das Mikroklima. Die durchgehende Wegeverbindung strukturiert das Quartier zusätzlich und verbindet die einzelnen Bereiche selbstverständlich miteinander.</p>



<p>Robuste Materialien, zurückhaltende Pflanzungen und ein integrativ entwickeltes Spielangebot sichern Alltagstauglichkeit und Dauerhaftigkeit. Freiraum wird hier nicht als dekoratives Element verstanden, sondern als sozialer Rahmen des Wohnens.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Außenräume als Qualitätsversprechen</h3>



<p>Die Auszeichnung zeigt, dass qualitätvoller Wohnungsbau immer auch qualitätvolle Freiräume braucht. Räume, die Dichte strukturieren, Identität stiften und Gemeinschaft ermöglichen.</p>



<p>Wir danken LRW Architektur und Stadtplanung PartG mbB für die partnerschaftliche Zusammenarbeit, der Auftraggeberin für das Vertrauen sowie der Jury für die Würdigung unseres gemeinsamen Projekts.</p>
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		<title>Wie Menschen Freiräume wahrnehmen: Eye Tracking in der Landschaftsarchitektur</title>
		<link>https://mera.la/dialog/impulse/wie-eye-tracking-die-freiraumplanung-veraendert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elena Ebert-Florin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Feb 2026 09:25:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Impulse]]></category>
		<category><![CDATA[Blickverlauf]]></category>
		<category><![CDATA[Entwurf]]></category>
		<category><![CDATA[Eye-Tracking]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung und Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Freiraumplanung]]></category>
		<category><![CDATA[Planungsprozess]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mera.la/?p=7898</guid>

					<description><![CDATA[<p>Was sehen Menschen wirklich im Freiraum? Prof. Dirk Junker von der Hochschule Osnabrück gab dem MERA-Entwurfsteam Einblicke in seine Forschung und Impulse für nutzerzentrierte Planung.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was sehen Menschen wirklich, wenn sie durch Gärten oder urbane Plätze flanieren? Und wie können wir dieses Wissen nutzen, um Freiräume zu gestalten, die intuitiv funktionieren und nachhaltig wirken?</strong></h2>



<p>Zu diesem Thema referierte kürzlich Prof. Dirk Junker von der Hochschule Osnabrück im Rahmen einer internen Schulungsveranstaltung des MERA Entwurfskreises. In seinem Vortrag vermittelte er Einblicke in seine Forschungsarbeit und erläuterte, wie Eye Tracking Methoden dazu beitragen können, Wahrnehmung im Raum messbar zu machen und Planungsentscheidungen zu fundieren. Diese Fragestellungen treffen den Kern eines Anspruchs, der MERA seit jeher begleitet: Menschen als Nutzer*innen eines Raumes ernst zu nehmen und wissenschaftliche Erkenntnisse in gestalterische Praxis zu überführen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Welt durch die Augen der Nutzer*innen sehen</strong></h3>



<p>Während sich viele Planungsprozesse auf Erfahrung oder gestalterische Intuition stützen, eröffnet Eye Tracking einen empirisch gestützten Zugang zur Raumwahrnehmung. Mit mobilen Brillen lassen sich Blickbewegungen im realen Raum aufzeichnen und analysieren. Diese Daten machen sichtbar, was in der Regel unbewusst geschieht: wohin Menschen blicken, wie sie sich orientieren und welche Raumbereiche unbemerkt bleiben. Ergänzt durch qualitative Befragungen entsteht ein tiefgreifendes Verständnis dafür, wie Räume tatsächlich gelesen und erlebt werden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/02/ChatGPT-Image-6.-Feb.-2026-10_13_48-1024x683.png" alt="" class="wp-image-7909" srcset="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/02/ChatGPT-Image-6.-Feb.-2026-10_13_48-1024x683.png 1024w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/02/ChatGPT-Image-6.-Feb.-2026-10_13_48-327x218.png 327w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/02/ChatGPT-Image-6.-Feb.-2026-10_13_48-722x481.png 722w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/02/ChatGPT-Image-6.-Feb.-2026-10_13_48.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Diese Perspektive erweitert klassische Methoden der Freiraumplanung und erlaubt es, Wahrnehmung gezielter in Entwurf und Gestaltung einzubeziehen. Für MERA bedeutet das eine wertvolle Ergänzung unseres gestalterischen Werkzeugkastens.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Wahrnehmung und Gestaltung zusammendenken</strong></h3>



<p>Im Vortrag wurde deutlich, welches Potenzial in der Analyse visueller Aufmerksamkeit liegt. Blickverläufe, sogenannte Blickpfade, und sogenannte Heatmaps (farbliche Darstellungen jener Raumbereiche, die besonders stark oder kaum wahrgenommen werden) machen sichtbar, welche Elemente im Raum Orientierung ermöglichen oder besondere Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Ebenso wird erkennbar, wo relevante Informationen oder Wege übersehen werden.</p>



<p>Dass dieser Ansatz nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch relevant ist, zeigen verschiedene Eye-Tracking-Studien, die Prof. Junker in realen Freiräumen durchgeführt hat,&nbsp; darunter Untersuchungen zu historischen Gartenanlagen oder auch Parks im urbanen Kontext. Die dort gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in Forschung und Lehre ein und bilden eine fundierte Grundlage für gestalterische Entscheidungen.</p>



<p>Solche Erkenntnisse könnten künftig dabei helfen, Sichtachsen gezielter zu setzen, Leitsysteme funktionaler zu gestalten oder Atmosphäre bewusster zu inszenieren. Damit bestätigt sich ein zentrales Ziel unserer Vision: Impulse aus Forschung und Praxis miteinander zu verknüpfen und für nutzer*innenzentrierte Entwürfe nutzbar zu machen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Gestaltung im Dialog mit Forschung</strong></h3>



<p>Ein zentrales Thema des Vortrags war der Perspektivwechsel: gute Gestaltung beginnt beim genauen Hinsehen. Für uns bei MERA ist Eye Tracking kein Selbstzweck, sondern ein möglicher Beitrag zu einem vertieften Verständnis räumlicher Wahrnehmung. Auch wenn wir derzeit selbst nicht mit dieser Methode arbeiten, liefert sie wertvolle Anstöße, die unsere Haltung zur Planung stärken.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/02/IMG_6846-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-7903" srcset="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/02/IMG_6846-1024x768.jpeg 1024w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/02/IMG_6846-327x245.jpeg 327w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/02/IMG_6846-1536x1152.jpeg 1536w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/02/IMG_6846-2000x1500.jpeg 2000w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/02/IMG_6846-722x542.jpeg 722w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Besonders anregend war die Frage, inwiefern sich Erkenntnisse aus der Blickverlaufsforschung langfristig in Entwurfsprozesse integrieren lassen. Die Diskussion im Anschluss zeigte, wie offen unser Team für diese Art von methodischer Erweiterung ist und wie stark der Wunsch ist, menschliches Verhalten stärker in gestalterische Entscheidungen einzubeziehen. Forschung und Praxis zu verbinden ist dabei nicht nur ein Ziel, sondern gelebter Anspruch.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ausblick</h3>



<p>Der Vortrag von Prof. Junker hat uns als Team bestärkt, unser Verständnis für Raumwahrnehmung weiter zu schärfen. Methoden wie das Eye Tracking könnten zukünftig dazu beitragen, Entwürfe noch stärker an realen Nutzungsweisen und Bedürfnissen zu orientieren.</p>



<p>Wir nehmen aus dieser Schulungsveranstaltung wertvolle Impulse mit. Für eine Planung, die Räume schafft, die nicht nur funktional und schön sind, sondern sich für die Menschen selbstverständlich und richtig anfühlen.</p>



<p><br>Herzlichen Dank an Prof. Junker für diesen inspirierenden Austausch!</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p></p>



<p><strong>Prof. Dirk Junker</strong> ist Landschaftsarchitekt und Professor für Freiraumplanung an der Hochschule Osnabrück. Seit dem Jahr 2000 lehrt und forscht er an der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur, mit einem besonderen Fokus auf nutzerorientierte Entwurfsprozesse. 2014 gründete er dort das <em>Eye-Tracking Collective.landscape architecture (ETC.la)</em> – ein Labor, das sich mit der Anwendung mobiler Eye-Tracking-Technologien in der Freiraumplanung befasst. Er ist außerdem Partner in der JKL PartG mbB in Osnabrück und Gastprofessor an der UNL, Santa Fe in Argentinien.</p>
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		<title>Lebendigkeit in der Landschaftsarchitektur: Was Orte wirklich lebendig macht</title>
		<link>https://mera.la/dialog/impulse/lebendigkeit-in-der-landschaftsarchitektur-wahrnehmung-kritik-und-gestaltungsperspektiven/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elena Ebert-Florin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Sep 2025 11:25:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Impulse]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mera.la/?p=7775</guid>

					<description><![CDATA[<p>Was macht Orte lebendig? Nils Krieger über die Bedeutung von Lebendigkeit als Schlüsselqualität zeitgenössischer Landschaftsarchitektur.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Wahrnehmung, Kritik und Gestaltungsperspektiven von Lebendigkeit in der Landschaftsarchitektur</h3>



<p></p>



<p>Ein Beitrag von Nils Krieger, Geschäftsführer und Inhaber der MERA GmbH</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Einleitung: Was bedeutet Lebendigkeit aus Sicht der Wahrnehmungsforschung?</strong></h2>



<p class="has-text-align-left"><strong>„Wir fühlen, dass es verschiedene Grade von Lebendigkeit in Dingen gibt. Wir fühlen, dass uns diese Gefühle gemeinsam sind, dass sie in ähnlicher Weise von allen Menschen geteilt werden. Eine brechende Wellenkrone des Ozeans fühlt sich lebendiger an, als ein industrieller Abwasserteich. Ein prasselndes Lagerfeuer ist lebendiger als die kalte Asche hinterher.“</strong><br><em>(Christopher Alexander)</em></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p></p>
</blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Dieses Zitat macht deutlich, dass der Begriff der <strong>Lebendigkeit</strong> weit mehr ist als eine poetische Metapher. Er beschreibt eine grundlegende Qualität, die Menschen intuitiv wahrnehmen und die sie miteinander teilen. Ob ein Ort als anziehend, inspirierend und wohltuend erlebt wird, hängt entscheidend davon ab, ob er „lebendig“ wirkt.</p>



<p>Die Wahrnehmungspsychologie hat dieses Empfinden vielfach bestätigt. „Lebendigkeit“ bedeutet, dass ein Raum reichhaltige Reize bietet, die unser Wahrnehmungssystem stimulieren, ohne es zu überfordern. Der Psychologe <strong>Daniel Berlyne</strong> zeigte, dass Menschen ein mittleres Maß an Komplexität und Vielfalt bevorzugen – zu wenig wirkt monoton, zu viel überfordernd. <strong>Rachel und Stephen Kaplan</strong> konnten in ihrer <strong>Attention Restoration Theory</strong> nachweisen, dass lebendig wirkende Umgebungen unsere Aufmerksamkeit erfrischen und unser Wohlbefinden steigern. Der Geograph <strong>Yi-Fu Tuan</strong> beschrieb mit dem Begriff <strong>Topophilia</strong>, dass Menschen emotionale Bindungen zu Orten entwickeln, wenn diese sinnlich reich und atmosphärisch erfahrbar sind.</p>



<p>Lebendigkeit ist damit nicht nur ein ästhetisches Ideal, sondern eine <strong>psychologisch wirksame Qualität</strong>, die für unser Wohlbefinden und unsere Beziehung zu Orten von zentraler Bedeutung ist.      </p>
</blockquote>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/Schloss-Bothmer_Nils-Krieger-1024x768.jpg" alt="Backsteinbau des Schlosses Bothmer mit markantem achteckigem Turm und Laterne auf dem Dach. Die Fassade zeigt regelmäßig angeordnete Fenster mit Sandsteinrahmen und ein rundbogiges Eingangsportal. Im Vordergrund breitet sich eine große, gepflegte Rasenfläche aus, die von einem alten, breit ausladenden Laubbaum beschattet wird. Unter der Krone des Baums steht eine weiße Bank, die zum Verweilen einlädt. Das Zusammenspiel von Architektur, Rasen und Baum vermittelt eine ruhige, repräsentative Atmosphäre." class="wp-image-7846" srcset="https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/Schloss-Bothmer_Nils-Krieger-1024x768.jpg 1024w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/Schloss-Bothmer_Nils-Krieger-327x245.jpg 327w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/Schloss-Bothmer_Nils-Krieger-1536x1152.jpg 1536w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/Schloss-Bothmer_Nils-Krieger-2000x1500.jpg 2000w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/Schloss-Bothmer_Nils-Krieger-722x542.jpg 722w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><sup>Ort: Schloss Bothmer, Klütz; Foto: MERA</sup></figcaption></figure>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p></p>



<p></p>
</blockquote>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Relevanz für die Landschaftsarchitektur</strong></h3>



<p>Für die Landschaftsarchitektur ist dieses Wissen von hoher Bedeutung. Freiräume sind nicht nur funktionale Flächen, sondern prägen, wie Menschen ihre Umwelt erleben. Ob ein Platz einladend wirkt, ob ein Park zum Verweilen anregt oder ob ein Straßenraum Identität stiftet – all dies hängt eng mit dem Faktor Lebendigkeit zusammen.</p>



<p>Die Erfahrung zeigt: Menschen bevorzugen Räume, die Bewegung, Wandel und Vielfalt ausdrücken. Ein Park, in dem Vögel zwitschern, Wasser fließt, Kinder spielen und eine vielfältige Pflanzenwelt vorhanden ist, vermittelt mehr Lebendigkeit als eine statische Fläche mit einheitlicher Bepflanzung und klaren, aber monotonen Formen. Für Planerinnen und Planer ergibt sich daraus eine klare Verantwortung: Freiräume werden besonders dann positiv wahrgenommen, wenn sie nicht nur funktional überzeugen, sondern auch lebendig wirken – wenn sie Resonanzräume für die Sinne und Emotionen schaffen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Kritische Reflexion: Wird Lebendigkeit in aktuellen Entwürfen berücksichtigt?</strong></h3>



<p>Ein Blick in die zeitgenössische Landschaftsarchitektur zeigt ein ambivalentes Bild. Einerseits gibt es viele Projekte, die bewusst mit Lebendigkeit arbeiten. Andererseits lassen sich auch viele Tendenzen beobachten, die Lebendigkeit eher behindern. Minimalistische Gestaltung, übermäßiger Einsatz standardisierter Materialien oder ein Fokus auf geometrische Strenge erzeugen oft sterile Orte. Besonders im städtischen Kontext entstehen Freiräume, die zwar formal „sauber“ wirken, den Nutzerinnen und Nutzern jedoch wenig Anreiz für emotionale Bindung bieten. Nicht selten dominieren pflegeleichte, rein funktionale Lösungen, die zwar ökonomisch sinnvoll erscheinen, aber auf Kosten von Vielfalt und Vitalität gehen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Gestaltung lebendiger Freiräume: Erkenntnisse und Theorien</strong></h3>



<p>Wie können Freiräume so gestaltet werden, dass Menschen sie tatsächlich als lebendig wahrnehmen? Die Forschung liefert hierzu wertvolle Hinweise.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Christopher Alexander und die 15 Lebenseigenschaften</strong></h3>



<p>Ein zentraler Bezugspunkt ist der Architekt und Denker <strong>Christopher Alexander. </strong>&nbsp;In <em>The Nature of Order</em> beschreibt er Eigenschaften, die lebendige Strukturen grundsätzlich auszeichnen.</p>



<p>Alexander hat im Laufe seiner Arbeit Tausende von Systemen aus Natur, Kunst und Architektur untersucht. Dabei versuchte er, das wahrgenommene Maß an Lebendigkeit auf grundlegende Prinzipien zurückzuführen. Wie <strong>H. Leitner</strong> hervorhebt, kristallisierten sich fünfzehn wiederkehrende Eigenschaften heraus, die in allen lebendigen Strukturen und damit auch in der Architektur und Landschaftsarchitektur zu finden sind. Diese Eigenschaften geben uns ein tieferes Verständnis für den physikalischen und geometrischen Charakter, den lebendige Systeme besitzen.</p>



<p>Eine der zentralen von C. Alexander beschriebenen Eigenschaften ist das Prinzip <strong>starker Zentren</strong>. Alexander meint damit Orte oder Elemente, die Aufmerksamkeit bündeln, Orientierung geben und die umliegenden Strukturen ordnen. Ein starkes Zentrum entsteht nicht durch Isolation, sondern durch die Wechselwirkung mit seiner Umgebung – es zieht Kraft aus den angrenzenden Räumen und verstärkt diese zugleich.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/Biennale-Venedig_Franziska-Husung-1024x683.jpg" alt="Rauminstallation auf der Biennale Venedig: Hohe, tiefrote Wände bilden einen rechteckigen Hofraum. Der Boden ist mit hellem Kies bedeckt, darüber hängen herbstlich gefärbte Blätter einer großen Platane, deren mächtiger Stamm durch die Wand wächst und in den Raum hineinragt. Im Hintergrund ist eine kleine Öffnung in der Wand erkennbar, die den Blick ins Grün dahinter freigibt. Das Zusammenspiel von Architektur und gewachsenem Baum schafft eine spannungsvolle, atmosphärische Situation" class="wp-image-7847" srcset="https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/Biennale-Venedig_Franziska-Husung-1024x683.jpg 1024w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/Biennale-Venedig_Franziska-Husung-327x218.jpg 327w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/Biennale-Venedig_Franziska-Husung-1536x1024.jpg 1536w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/Biennale-Venedig_Franziska-Husung-2000x1333.jpg 2000w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/Biennale-Venedig_Franziska-Husung-722x481.jpg 722w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><sup>Ort: Biennale Venedig; Foto: Franziska Husung</sup></figcaption></figure>



<p>Ein Beispiel aus der Landschaftsarchitektur: In einem Park kann eine markante Baumgruppe, ein Platz mit Brunnen oder ein kleiner Hügel ein solches Zentrum bilden. Wir Menschen erleben diese Zentren als Fokuspunkt, der dem Raum Gestalt und Lebendigkeit verleiht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/P6287710-1024x768.jpg" alt="Abendstimmung in einem Park am Wasser: Die tiefstehende Sonne taucht Wiese und Bäume in goldenes Licht. Kiefern mit schräg wachsenden Stämmen werfen lange Schatten auf das Gras. Zwischen den Bäumen zeichnet sich ein schmaler, ausgetretener Trampelpfad ab, der zur Uferpromenade führt. Am Wasser stehen Bänke, die zum Verweilen mit Blick auf die glitzernde Wasserfläche einladen. Im Hintergrund sind eine niedrige Mauer und eine kleine Brücke sichtbar. Die Szene vermittelt Ruhe, Natürlichkeit und gelebte Nutzung" class="wp-image-7789" srcset="https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/P6287710-1024x768.jpg 1024w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/P6287710-327x245.jpg 327w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/P6287710-1536x1152.jpg 1536w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/P6287710-2000x1500.jpg 2000w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/P6287710-722x542.jpg 722w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><sup>Ort: Parco delle Rimembranze, Venedig; Foto: MERA</sup></figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Weitere Forschende und Theorien</strong></h3>


<p>


<ul class="wp-block-list" style="list-style-type: disc; margin-left: 40px;">
  <li><strong>Kevin Lynch</strong> zeigte mit <em>The Image of the City</em>, dass Menschen sich in Städten lebendiger fühlen, wenn die Räume eine klare Lesbarkeit aufweisen – also durch markante Wege, Knotenpunkte, Ränder und Landmarken gegliedert sind.</li>
  <li><strong>Gordon Cullen</strong> betonte im Werk <em>Townscape</em>, dass die Abfolge von Eindrücken – also das „Serielle Sehen“ – wesentlich für die Wahrnehmung von Lebendigkeit ist. Ein Weg durch eine Stadt oder einen Park, der immer wieder neue Blickbeziehungen eröffnet, bleibt spannend und vital.</li>
  <li><strong>Jay Appleton</strong> entwickelte mit der <strong>Prospect-Refuge-Theorie</strong> ein Modell, das erklärt, warum wir uns in Räumen wohlfühlen, die einerseits Übersicht (Prospect) und andererseits Geborgenheit (Refuge) bieten. Ein lebendiger Freiraum ist also nicht nur offen, sondern bietet auch Rückzugsmöglichkeiten.</li>
  <li><strong>Kaplan &amp; Kaplan</strong> betonen, dass Vielfalt und Kohärenz gleichzeitig gegeben sein müssen: Ein Ort wirkt lebendig, wenn er abwechslungsreich ist, aber nicht chaotisch.</li>
</ul>


<p><!-- 🆕 Absatz mit Standardausrichtung – keine Einrückung --></p>


<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/Piazza-San-Marco_Franziska-Husung-1024x683.jpg" alt="Blick von einer schattigen Arkade auf die Piazza San Marco in Venedig. Im Vordergrund laufen mehrere Menschen durch die Säulengänge; ihre Spiegelungen sind in den Glasflächen links erkennbar. Dahinter öffnet sich der sonnige Platz, auf dem viele Personen spazieren, stehen oder fotografieren. Die historische Fassade gegenüber zeigt grauen Stein, regelmäßige Arkadenbögen und große weiße Vorhänge, die einige Arkaden verschließen. Das Zusammenspiel von Schattenraum, Platzfläche und Menschenbewegung vermittelt die typische Lebendigkeit des Markusplatzes" class="wp-image-7849" srcset="https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/Piazza-San-Marco_Franziska-Husung-1024x683.jpg 1024w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/Piazza-San-Marco_Franziska-Husung-327x218.jpg 327w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/Piazza-San-Marco_Franziska-Husung-1536x1024.jpg 1536w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/Piazza-San-Marco_Franziska-Husung-2000x1333.jpg 2000w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/Piazza-San-Marco_Franziska-Husung-722x481.jpg 722w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><sup>Ort: Piazza San Marco, Venedig; Foto: Franziska Husung</sup></figcaption></figure>



<p>Diese Forschungen ergänzen Alexanders Gedanken und zeigen: Lebendigkeit entsteht dort, wo Strukturen Vielfalt, Abwechslung, Identität und emotionale Resonanz ermöglichen.</p>


<p>


<h3 class="wp-block-heading"><strong>Praktische Prinzipien für lebendige Freiräume</strong></h3>


</p>
<p>


</p>
<p>Aus den genannten Theorien lassen sich konkrete Prinzipien für die Entwurfspraxis ableiten, die wir in unserer Planung berücksichtigen. Nachfolgend ein paar Beispiele:</p> <p>
<p>

<ol class="wp-block-list" style="list-style-type: decimal; margin-left: 40px;">
  <li><strong>Vielfalt und Dynamik integrieren</strong>: Unterschiedliche Vegetationsstrukturen, Wasser in Bewegung, wechselnde Lichtverhältnisse und saisonale Veränderungen erhöhen die Lebendigkeit.</li>
  <li><strong>Orte der Begegnung schaffen</strong>: Lebendigkeit ist nicht nur eine Frage der Natur, sondern auch der sozialen Dimension. Plätze, die Austausch ermöglichen, wirken lebendiger.</li>
  <li><strong>Skalierung und Maßstab beachten</strong>: Große Flächen brauchen Unterteilungen, die unterschiedliche Maßstäbe ansprechen, damit Menschen sich orientieren und identifizieren können.</li>
  <li><strong>Übergänge gestalten</strong>: Statt harter Abgrenzungen helfen oft weiche Übergänge, Schwellen und Sequenzen dabei, dass ein Raum als lebendig erlebt wird.</li>
  <li><strong>Sinnliche Qualitäten stärken</strong>: Geräusche, Gerüche, haptische Erfahrungen tragen ebenso zur Wahrnehmung bei, wie auch visuelle Eindrücke.</li>
  <li><strong>Offenheit für Wandel zulassen</strong>: Ein lebendiger Ort ist nie fertig. Pflanzungen, temporäre Nutzungen oder sich verändernde Wasserstände können Teil des Entwurfskonzepts sein.</li>
</ol>


<h3 class="wp-block-heading"><strong>Fazit: Lebendigkeit als Leitprinzip</strong></h3>


<p>

</p>



<p>Lebendigkeit ist kein weiches „Extra“, sondern ein zentrales Qualitätsmerkmal guter Freiräume. Psychologische und umweltwissenschaftliche Erkenntnisse zeigen klar, dass Menschen Orte bevorzugen, die reichhaltig, dynamisch und sinnlich ansprechend sind.</p>



<p>In der Landschaftsarchitektur bedeutet dies, dass Entwürfe nicht nur ästhetisch und funktional überzeugen müssen, sondern auch als lebendig erlebbar sein sollten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/San-Gimignano_Nils-Krieger-1024x768.jpg" alt="Breite Freitreppe aus hellbraunem Naturstein vor einer historischen Sandsteinfassade mit großem Holztor. Auf den Stufen sitzen und stehen etwa zwanzig Menschen unterschiedlichen Alters. Einige unterhalten sich, andere ruhen, essen Eis oder schauen in die Ferne. Die Kleidung ist sommerlich – T-Shirts, kurze Hosen, leichte Blusen. Das Licht ist warm, es entstehen kleine Reflexe und Lensflares im Bild. Die Szene vermittelt das Bild eines stark genutzten, offenen öffentlichen Raumes" class="wp-image-7850" srcset="https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/San-Gimignano_Nils-Krieger-1024x768.jpg 1024w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/San-Gimignano_Nils-Krieger-327x245.jpg 327w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/San-Gimignano_Nils-Krieger-1536x1152.jpg 1536w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/San-Gimignano_Nils-Krieger-2000x1500.jpg 2000w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/09/San-Gimignano_Nils-Krieger-722x542.jpg 722w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><sup>Ort: San Gimignano; Foto:</sup> <sup>MERA</sup></figcaption></figure>



<p>Bei <strong>MERA</strong> nehmen wir dieses Thema sehr ernst. In unseren Entwürfen prüfen wir bewusst, wie Freiräume Resonanz und Lebendigkeit erzeugen können – durch Vielfalt, durch starke räumliche Strukturen, durch Dynamik und durch den Mut, Wandel zuzulassen. Wir sind überzeugt: Nur wenn Freiräume lebendig sind, können sie zu Orten werden, die Menschen gerne aufsuchen, an denen sie sich wohlfühlen und die über Generationen hinweg Bedeutung behalten.</p>



<p></p>



<p><sup>Titelbild: Ort: IGS Hamburg; Foto: Franziska Husung</sup></p>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Bewegungsachse im Quartier Masenredder: Neuer Freiraum für Bewegung und Begegnung</title>
		<link>https://mera.la/dialog/news/bewegungsachse-im-quartier-masenredder-in-hamburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elena Ebert-Florin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Sep 2025 09:33:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Aufenthaltsqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Bewegung Spielraum]]></category>
		<category><![CDATA[Freiraum in Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Gemeinschaft fördern]]></category>
		<category><![CDATA[Spielplatz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir sitzen zu viel.  MERA hat deshalb den Grünstreifen im Quartier Masenredder neu strukturiert und als Bewegungs- und Begegnungsraum konzipiert.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Weniger sitzen. Mehr bewegen. Besser leben.</h3>



<p>Wir verbringen zu viel Zeit im Sitzen. Bewegungsmangel gehört längst zu den zentralen Herausforderungen in unserer Gesellschaft, mit weitreichenden Folgen für Gesundheit, Wohlbefinden und soziale Teilhabe. Gleichzeitig fehlen vielerorts die passenden räumlichen Angebote, um Bewegung im Alltag selbstverständlich zu machen.</p>


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<h3 class="wp-block-heading">Freiraum als Teil der Lösung</h3>



<p>Im Auftrag der SAGA Siedlungs-Aktiengesellschaft Hamburg haben wir den Freiraum im Quartier Masenredder neu gedacht. Zwischen den Wohngebäuden verläuft ein schmaler Grünstreifen, der zuvor nur wenig strukturiert und kaum genutzt war. Aus dieser Zwischenfläche ist ein vielfältiger, durchgehender Bewegungs- und Begegnungsraum mit Aufenthaltsqualität und ökologischem Mehrwert  für alle Generationen entstanden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/03/ChatGPT-Image-16.-Maerz-2026-10_49_51-1024x683.png" alt="Ein sonniger Spielbereich in einer wohnungsnahen Grünanlage. In einem Sandspielbereich spielen zwei Kleinkinder mit bunten Sandspielzeugen, während eine Frau neben ihnen hockt und ihnen zuschaut. Hinter dem Sandbereich steht eine große geometrische Kletterstruktur aus mehrfarbigen Platten. Links sitzt eine Familie auf einer Bank unter Bäumen und beobachtet das Geschehen. Wege, Rasenflächen und Sträucher umgeben den Spielplatz, dahinter stehen mehrgeschossige Wohngebäude mit Balkonen." class="wp-image-7971" srcset="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/03/ChatGPT-Image-16.-Maerz-2026-10_49_51-1024x683.png 1024w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/03/ChatGPT-Image-16.-Maerz-2026-10_49_51-327x218.png 327w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/03/ChatGPT-Image-16.-Maerz-2026-10_49_51-722x481.png 722w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/03/ChatGPT-Image-16.-Maerz-2026-10_49_51.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Bewegung fördern – Natur erhalten</h3>



<p>Ziel des Entwurfs war es, Bewegung in den Alltag der Bewohner*innen zu integrieren und gleichzeitig die ökologischen Qualitäten des Ortes zu stärken. Den vorhandene Baumbestand haben wir erhalten und durch Neupflanzungen heimischer Gewächse ergänzt. Entlang neuer, barrierefreier Wege ist ein diversifiziertes Angebote für Spiel, Sport und Aufenthalt entstanden. Für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen gleichermaßen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="898" src="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/03/DSC07923-Kopie-1024x898.jpg" alt="" class="wp-image-7972" srcset="https://mera.la/wp-content/uploads/2026/03/DSC07923-Kopie-1024x898.jpg 1024w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/03/DSC07923-Kopie-327x287.jpg 327w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/03/DSC07923-Kopie-722x633.jpg 722w, https://mera.la/wp-content/uploads/2026/03/DSC07923-Kopie.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Ein Ort für alle</h3>



<p>Es war das Ziel den Freiraum so zu gestalten, dass er soziale Begegnung ermöglicht und die Gemeinschaft stärkt. Spielnischen, multifunktionale Flächen und ein gemeinschaftlicher Garten schaffen Raum für solche gemeinschaftliche Nutzung. Neue Sitz- und Treffpunkte laden zum Verweilen ein. Das auch in den Abendstunden, denn ein angepasstes Beleuchtungskonzept sorgt für Sicherheit ohne Lichtverschmutzung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gestaltung für Gesundheit, Teilhabe und Klimaanpassung</h3>



<p>Das Projekt Masenredder zeigt beispielhaft, wie qualitätsvolle Freiraumgestaltung auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen reagieren kann: mit Bewegung im Mittelpunkt, sozialer Offenheit und naturnaher Gestaltung. Ein starker öffentlicher Raum wird so zum verbindenden Element im Quartier – ökologisch wirksam, sozial aktivierend und vor allem alltagstauglich.</p>



<p></p>



<p><sup>Bilder:  MERA; alle abgebildeten Personen sind KI generiert</sup></p>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Neues Grün auf altem Fundament: MERA unternimmt Ausflug zum Grünen Bunker</title>
		<link>https://mera.la/dialog/forum/mera-ausflug-zum-gruenen-bunker/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elena Ebert-Florin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Jun 2025 10:32:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forum]]></category>
		<category><![CDATA[Aufstockung]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflug]]></category>
		<category><![CDATA[Bergpfad]]></category>
		<category><![CDATA[Flakturm]]></category>
		<category><![CDATA[Grüner Bunker]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaftsarchitektur]]></category>
		<category><![CDATA[Team]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mera.la/?p=7740</guid>

					<description><![CDATA[<p>Längst überfällig war unser Besuch des Grünen Bunkers in der Feldstraße. Üppig begrünt sorgt der vormals plump wirkende Betonklotz jetzt auch über Hamburg hinaus für Aufsehen.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Längst überfällig war der MERA-Ausflug zum grünen Bunker Feldstraße, den wir kürzlich besucht haben. Üppig begrünt sorgt der bis dahin eher schnöde und plump wirkende Betonklotz nach seiner Transformation zum mehrstöckigen Stadtgarten auch über Hamburg hinaus für Aufsehen.</p>



<p>Der im zweiten Weltkrieg errichtete Flakturm war zwischen 2019 und 2024 um fünf zusätzliche Stockwerke aufgestockt und mit  4.700 Gehölzen und 16.000 Stauden bepflanzt worden. </p>



<p>Die Planung und Umsetzung der Begrünung lag in den Händen von Landschaftsarchitektur+ Holzapfel‑Herziger &amp; Benesch. Felix Holzapfel-Herziger hat es sich nehmen lassen und uns dieses außergewöhnliche Projekt während einer gut 90 minütigen Führung vorgestellt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Perspektivwechsel in Echtzeit</h3>



<p>Der außen um das Gebäude verlaufende Bergpfad bietet zu allen Seiten Aussicht über Hamburg und wird von wechselnden Vegetationsflächen und Pflanzzonen begleitet. </p>


	<div class="wrap">

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<p>Oben angekommen bietet die üppig bepflanzte Dachterrasse Entspannungs- und Verweilräume, windgeschützt durch umlaufende Baum- und Gehölzensembles an den Plattformrändern.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was wir mitgenommen haben</h3>



<p>Nichts ist unmöglich! Das trifft es wohl sehr genau. Wo der Wille, genügend kreatives Potenzial, Fachkenntnis und Bereitschaft, gemeinsam neue Wege zu beschreiten aufeinandertreffen, lässt sich auch ein so einzigartiges Projekt klimaintelligenter, adaptiver Freiraumplanung realisieren.</p>



<p>Insbesondere, das durchdachte Regenwassermanagement des Bunkers ist ein Leuchtturm für klimaintelligente Grünplanung: kaskadierte Retentionsdächer halten Niederschlag in mehreren Ebenen zurück und nutzen „Smart Flow Control“- Ablaufdrosseln, um Wasser gezielt zu speichern, in die Zisterne einzuleiten oder &#8211; bei zu großen Wassermengen &#8211; auch in die Kanalisation abzuleiten. Regenwasser wird hier sowohl für die automatische Bewässerung verwendet als auch zur Umgebungsverdunstung genutzt – und gleichzeitig die Stadtkanalisation um bis zu 80 % entlastet.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Unser Fazit</h3>



<p>Der MERA-Ausflug zum grünen Bunker Feldstraße zeigt uns ganz konkret, wie Freiraumgestaltung heute funktioniert: mit Respekt vor Geschichte, Anspruch an Technik, fachlicher Intelligenz bei der Begrünung und wohlwollendem, gemeinschaftlichem „An-einem-Strang-Ziehen“.</p>



<p></p>
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		<title>Ländergedenkzeichen &#8211; Wie entsteht ein Mahnmal, das Vielfalt und Ausmaß sichtbar machen soll?</title>
		<link>https://mera.la/dialog/forum/laendergedenkzeichen-schwere-aufgabe-einigende-loesung-im-gespraech-mit-johannes-huegle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elena Ebert-Florin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 May 2025 10:30:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forum]]></category>
		<category><![CDATA[Betonguss]]></category>
		<category><![CDATA[Bodendenkmal]]></category>
		<category><![CDATA[Gedenkstätte]]></category>
		<category><![CDATA[Internationales Mahnmal]]></category>
		<category><![CDATA[Ländergedenkzeichen]]></category>
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		<category><![CDATA[Neuengamme]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Gespräch mit MERA-Geschäftsführer Johannes Hügle über den erinnerungspolitisch hochsensiblen Entstehungsprozess des Entwurfs.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong><strong>Johannes Hügle, Geschäftsführer von MERA, berichtet im Gespräch über den Entstehungs-Prozess des Entwurfs für das neue Ländergedenkzeichen in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.</strong> Die Aufgabe, das Internationale Mahnmal von 1965 – das an die Ermordung von über 42.000 Menschen erinnert – zu erweitern, war eine erinnerungspolitische Gratwanderung. MERA Landschaftsarchitektur war verantwortlich für Entwurf und Umsetzung.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Johannes, wie kam MERA zu diesem Projekt?</strong></h3>



<p>„Unser Büro (damals noch MSB) zeichnete bereits im Rahmen der Wiederherstellung des Schutzhaftlagers, der Gefangenbaracken und des Appellplatzes für die Gestaltung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme (siehe <a href="https://mera.la/projekte/gedenkstaette-neuengamme-mahnmal-wider-das-vergessen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">>> Projekt Neuengamme</a>) verantwortlich. Seitdem unterstützen wir die KZ-Gedenkstätte bei Unterhalt und Weiterentwicklung des Geländes. Als das Projekt zur Erweiterung des Internationalen Mahnmals konkret wurde, sind wir direkt angefragt worden.“</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Was war die größte Herausforderung?</strong></h3>



<p>„Die lag sicherlich in der Vielschichtigkeit der Aufgabenstellung. Es ging nicht um Formgebung im klassischen Sinn. Schließlich gab es ja bereits das bestehende Internationale Mahnmal mit seinem denkmalgeschützten Ensemble von Ländergedenkplatten. Ein erster Entwurf, der lediglich eine Ergänzung mit weiteren Ländergedenkplatten vorsah, wurde – vor allem von internationalen Vertreter*innen – sehr ambivalent aufgenommen. Daraus wurde deutlich: Die neue Lösung musste umfassender und sensibler gedacht werden. Sie sollte sich in das bestehende Ensemble einfügen, ohne es zu überschreiben. Gleichzeitig sollte sie die Vielfalt der Opfer sichtbar machen, ohne Hierarchien. Es galt, viele Anforderungen zu vereinen und dabei eine Form zu finden, die eigenständig, anschlussfähig und allgemein verständlich ist.“</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Wie entstand die Idee mit der kreisrunden Betonscheibe?</strong></h3>



<p>„Als schließlich feststand, dass es um 70 Ländernamen gehen würde, war klar: Eine lineare Erweiterung war ausgeschlossen. Die Kreisform entstand im dialogischen Prozess. </p>



<p>Der Kreis – eine Form ohne Anfang und Ende – eignet sich für ein Denkmal, das keine Richtung vorgibt.<br>Eine Form, die von allen Seiten betrachtet gleichwertig ist. Die spiralförmige, alphabetische Anordnung in Landessprache war dann eine logische Konsequenz, um alle Ländernamen darzustellen.“</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Wie ging es weiter in der Ausgestaltung und Umsetzung?</strong></h3>



<p>„Für die typografische Gestaltung haben wir unsere langjährige Partneragentur <a href="https://2erpackidentity.com/">2erpack Identity</a> ins Boot geholt. Technisch und typografisch war die Aufgabe, nicht zuletzt wegen der fremden Schriftzeichen, wirklich anspruchsvoll. </p>



<p>Für die Herstellung der Betonscheibe war sofort klar: Das muss <a href="https://www.goedde-beton.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gödde-Beton</a> übernehmen. Wir haben in der Vergangenheit sehr erfolgreich zusammengearbeitet. Die sind führend in Deutschland, wenn es um hochqualitative Betonfertigteile geht &#8211; gerade mit Inschriften.“</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Gab es Kritik an der Gestaltung?</strong></h3>



<p>„Ja. Gerade von Vertreter*innen der Ukraine, die überhaupt erst die Erweiterung des Internationalen Mahnmals angestoßen hatten. Die Generalkonsulin der Ukraine in Hamburg hat dies in ihrer <a href="https://www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/fileadmin/user_upload/aktuelles/2025/Maifeier/2025.05.04_Reden_Praesentation_Laendergedenkzeichen_dt.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rede</a> anlässlich der Einweihung des Ländergedenkzeichens ganz offen zugegeben: Sie sei zunächst sehr irritiert und skeptisch gewesen, als sie den Entwurf zum ersten Mal sah.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://mera.la/wp-content/uploads/2025/05/IMG_2926-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-7695" srcset="https://mera.la/wp-content/uploads/2025/05/IMG_2926-1024x768.jpeg 1024w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/05/IMG_2926-327x245.jpeg 327w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/05/IMG_2926-1536x1152.jpeg 1536w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/05/IMG_2926-2000x1500.jpeg 2000w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/05/IMG_2926-722x542.jpeg 722w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/05/IMG_2926.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><sup>Generalkonsulin der Ukraine in Hamburg, Dr. Iryna Tybinka,  Foto: MERA</sup></figcaption></figure>



<p>Sie beschrieb für die Zuhörer*innen ganz transparent ihren eigenen Annäherungsprozess. Wie sie von quasi Ablehnung zur Überzeugung gelangte, dass jedes einzelne Leben Gegenstand des Gedenkens sein muss. Und dass dieses Ländergedenkzeichen, wie es nun realisiert wurde, genau das abbildet. Es sei eine im wahrsten Sinne des Wortes runde Lösung, die für alle da ist. Das war wirklich beeindruckend.“</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Wie blickst Du heute auf das Projekt?</strong></h3>



<p>„Technisch gesehen war diese Mahnmalerweiterung nicht das komplexeste Projekt, das wir je umgesetzt haben. Aber sicherlich eine der bislang sensibelsten Aufgaben in unserer Bürogeschichte. Es zeigt: Gestaltung braucht Haltung – und manchmal auch Zurückhaltung.“</p>



<p></p>
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		<title>MERA realisiert neues Ländergedenkzeichen in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme als Erweiterung des Internationalen Mahnmals</title>
		<link>https://mera.la/dialog/forum/mera-realisiert-laendergedenkzeichen-neuengamme/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elena Ebert-Florin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 May 2025 11:23:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forum]]></category>
		<category><![CDATA[Gedenkstätte Neuengamme]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Ländergedenkzeichen]]></category>
		<category><![CDATA[Mahnmal]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Austausch mit Historiker*innen, Angehörigen und Institutionen entstand ein neues Kapital Erinnerungskultur.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Neuengamme wurde</strong> a<strong>m 4. Mai 2025 in der KZ-Gedenkstätte ein neues <strong>Bodendenkmal</strong> der Öffentlichkeit übergeben – als bedeutende Erweiterung des <strong>Internationalen Mahnmals von 1965</strong>. MERA wurde von der <strong>Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte</strong> mit der <strong>Gestaltung, Abstimmung und Umsetzung</strong> dieses sensiblen Erinnerungsprojekts beauftragt. Gemeinsam mit der Agentur <strong>2erpack Identity</strong> und dem Betonfertigteilspezialisten <strong>Gödde-Beton</strong> entstand ein präzise durchdachtes Zeichen gelebter <strong>Erinnerungskultur</strong>.</strong></p>



<p>Das neue Ländergedenkzeichen besteht aus einer kreisrunden Betonscheibe mit drei Metern Durchmesser, installiert am Eingangsbereich des Mahnmals. In spiralförmiger Anordnung und alphabetischer Reihenfolge sind auf ihr die Namen von 70 heutigen Staaten lesbar – Länder, in denen die Geburtsorte jener Menschen liegen, die im Konzentrationslager Neuengamme ihr Leben verloren. Die Namen erscheinen in den jeweiligen Landessprachen und Schriften, bewusst ohne Rangfolge oder Wertung – ein stilles, aber eindrückliches Symbol für Vielfalt, Menschlichkeit und Gedenken.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="999" src="https://mera.la/wp-content/uploads/2025/05/SHGL_Bodenplatte_Reinzeichnung_Unterschrift-e1747052251301-1024x999.png" alt="Grafische Darstellung der Inschriften der Ländergedenkplatte in der Draufsicht" class="wp-image-7656" srcset="https://mera.la/wp-content/uploads/2025/05/SHGL_Bodenplatte_Reinzeichnung_Unterschrift-e1747052251301-1024x999.png 1024w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/05/SHGL_Bodenplatte_Reinzeichnung_Unterschrift-e1747052251301-327x319.png 327w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/05/SHGL_Bodenplatte_Reinzeichnung_Unterschrift-e1747052251301-722x704.png 722w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/05/SHGL_Bodenplatte_Reinzeichnung_Unterschrift-e1747052251301-768x749.png 768w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/05/SHGL_Bodenplatte_Reinzeichnung_Unterschrift-e1747052251301.png 1340w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Eine komplexe Entstehungsgeschichte</strong></h2>



<p>Angestoßen wurde die Überarbeitung des Internationalen Mahnmals in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme durch die berechtigte Kritik ukrainischer Vertreter*innen am bisherigen Denkmal-Ensemble. Zwar ist dort ein Gedenkstein mit der Aufschrift „CCCP“ enthalten, doch die Ukraine als eigenständiger Staat blieb unberücksichtigt. Diese Kritik betraf auch weitere Nachfolgestaaten der Sowjetunion (UdSSR) sowie Länder des ehemaligen Warschauer Pakts.</p>



<p>Zunächst war von Seiten der Gedenkstätte eine vergleichsweise schlichte Ergänzung des Mahnmals angedacht – in Form zusätzlicher Gedenkplatten im bisherigen Stil. Doch Rückmeldungen außerhalb des internen Entscheidungsgremiums machten deutlich: Eine bloße Erweiterung reichte nicht aus. Es bedurfte eines international abgestimmten Prozesses, um eine angemessene Form des Gedenkens zu finden. Historiker*innen, Angehörige ehemaliger Häftlinge und Vertreter*innen von Erinnerungsinitiativen sollten eingebunden werden, um eine tragfähige, gemeinschaftlich getragene Lösung zu entwickeln.</p>



<p>Im Anschluss wurde ein international besetztes Beratungsgremium einberufen und durch einen öffentlichen Workshop zur Erinnerungskultur begleitet. Im Zentrum stand nicht nur die Frage, wie man die Nachfolgestaaten der UdSSR angemessen berücksichtigt. Vielmehr ging es darum, ein neues Gedenkzeichen zu schaffen, das die Gleichwertigkeit aller betroffenen Nationen sichtbar macht – jener 70 Länder, in denen Menschen geboren wurden, die später im Konzentrationslager Neuengamme inhaftiert waren.</p>



<p>Die gefundene Lösung musste dabei gestalterisch überzeugen, technisch umsetzbar sein und sich zugleich respektvoll und zurückhaltend in das bestehende Mahnmal-Ensemble einfügen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gestaltung im Dialog</h2>



<p>„Die Idee der spiralförmigen, alphabetischen Anordnung in Landessprache und Originalschrift entstand nicht in einem gestalterischen Sprint, sondern in einem gemeinsamen Ringen um eine ausgewogene Lösung, die keine Nation hervorhebt oder bevorzugt“, sagt Johannes Hügle, Geschäftsführer der MERA GmbH. „Die Auseinandersetzung mit dieser Fragestellung endete nicht mit den Geschäftszeiten. Die Aufgabe, eine Form des Gedenkens im öffentlichen Raum zu finden, die nicht dominiert, sondern einlädt – und in der sich Menschen mit ganz unterschiedlichem Hintergrund wiederfinden können – hat viele der Beteiligten auch im privaten Alltag beschäftigt. Letztendlich soll genau dort das Erinnern stattfinden: ganz privat und individuell.“</p>



<p>Das international besetzte Gremium entschied sich schließlich für die Idee einer massiven, zugleich schlichten Betonscheibe als Bodendenkmal – ein reduziertes, aber wirkungsvolles Element der Erinnerungskultur, das sich unaufdringlich in das bestehende Mahnmal-Ensemble einfügt.</p>


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<p><br>Da das bisherige Internationale Mahnmal von 1965 unter Denkmalschutz steht, war das Denkmalschutzamt als zuständige Fachbehörde der Stadt Hamburg involviert. Auch dort fand der finale Entwurf Zustimmung. Für die anspruchsvolle Typografie, Detailgestaltung und visuelle Ausarbeitung der Vielzahl an Ländernamen holte MERA die Hamburger Agentur <a href="https://2erpackidentity.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">2erpack Identity</a> an Bord.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Herstellung mit höchstem Anspruch</h2>



<p>Für die Fertigung des massiven Solitärbauteils des späteren Ländergedenkzeichens wurde die <a href="https://www.goedde-beton.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Firma Gödde-Beton GmbH</a> aus Wadersloh, NRW beauftragt.</p>


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<p><sup>Fotos Produktion: Gödde-Beton GmbH</sup></p>



<p><em>[<a href="https://www.instagram.com/p/DJ_hU0msxOQ/?img_index=1" target="_blank" rel="noreferrer noopener">>> Exkurs: Herstellungsprozess bei Gödde-Beton, Bildstrecke bei Instagram</a> ]</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Ländergedenkzeichen spricht an &#8211; schon in der Produktion</h2>



<p>Bereits während der Produktion der Betonscheibe hätten sich Mitarbeitende des Betonwerks sehr interessiert an den Schriftintarsien gezeigt und versucht entweder eigene Herkunftsländer in der Inschrift zu finden oder die fremden Schriftzeichen zu entziffern.</p>



<p>Das Ziel der gewählten Gestaltung wurde hier bereits spürbar: Das Denkmal spricht an, weckt Neugier und lädt zur Auseinandersetzung mit der Bedeutung ein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Logistische Feinarbeit: Die Anlieferung der Betonscheibe</h2>



<p>Die Anlieferung der 4,3 Tonnen schweren Betonscheibe war auch logistisch eine anspruchsvolle Aufgabe – und wurde bereits in der Produktion mitgedacht. Spezielle Gurtaussparungen im Boden der Scheibe sicherten den späteren Transport. Für das letzte Wegstück zum Mahnmal – organisiert vom Garten- und Landschaftsbaubetrieb <a href="https://ehmcke.de/">Joachim Ehmcke &amp; Söhne</a> aus Börnsen – wurden die Wege mit Gummi- und Stahlplatten ausgelegt, um den Untergrund zu schützen.</p>



<p>Die Scheibe wurde freihängend am Baggerarm transportiert und auf ein vorbereitetes Fundament gesetzt – millimetergenau.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://mera.la/wp-content/uploads/2025/05/IMG_2349-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-7683" srcset="https://mera.la/wp-content/uploads/2025/05/IMG_2349-1024x768.jpeg 1024w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/05/IMG_2349-327x245.jpeg 327w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/05/IMG_2349-1536x1152.jpeg 1536w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/05/IMG_2349-2000x1500.jpeg 2000w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/05/IMG_2349-722x542.jpeg 722w, https://mera.la/wp-content/uploads/2025/05/IMG_2349.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p><em>[<a href="https://www.instagram.com/p/DJ_Y-_HBAVy/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">>>Die Anlieferung im Zeitraffer bei Instagram</a>]</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Denkmal, das Fragen stellt &#8211; und verbindet</h2>



<p>Die ukrainische Generalkonsulin Dr. Iryna Tybinka berichtete anlässlich der feierlichen Einweihung des Ländergedenkzeichens am 4. Mai 2025 in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme von ihrer anfänglichen Irritation, als sie die Skizze des neuen Bodendenkmals zum ersten Mal sah. Doch mit der Auseinandersetzung wuchs das Verständnis: Es ging nicht allein darum, fehlende Nationalstaaten wie die Ukraine sichtbar zu machen – sondern um ein vielschichtiges, gemeinsames Erinnern über nationale Grenzen hinweg.</p>



<p>Nicht Nationalität oder Opferzahlen stehen im Fokus der Gestaltung, sondern jedes einzelne Leben. Die reduzierte Formensprache des Gedenkzeichens wurde so zur Brücke der Verständigung – und zur Einladung, das Erinnern individuell und universell zugleich zu denken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rückblick auf eine besondere Aufgabe</h2>



<p>„MERA dankt allen Beteiligten für diese außerordentliche, bereichernde Zusammenarbeit – und insbesondere auch der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte, dass wir ein weiteres Mal ein so wichtiges Projekt umsetzen durften,&#8220; rekapituliert Johannes Hügle. &#8222;Für uns war die Planung, Begleitung und Umsetzung dieses Denkmals, das keine Antworten vorgibt, aber Raum lässt – für Erinnerung, Auseinandersetzung und ganz individuelles Gedenken – eine große Verantwortung und Ehre.“</p>



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<p>The post <a href="https://mera.la/dialog/forum/mera-realisiert-laendergedenkzeichen-neuengamme/">MERA realisiert neues Ländergedenkzeichen in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme als Erweiterung des Internationalen Mahnmals</a> appeared first on <a href="https://mera.la">MERA</a>.</p>
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