Nicht nur für uns als Landschaftsarchitekturbüro ist es eine essenzielle Frage: Wie müssen Freiräume gestaltet sein, damit sich Menschen in ihnen wohlfühlen? Unser Anspruch ist es, darauf eine profunde Antwort zu geben. Im September 2020 veranstalteten wir deshalb einen internen Workshop zum Thema Biophilie.

Der Begriff stammt aus dem Griechischen und steht für die „Liebe zum Lebendigen“. Wie sehr die Natur die psychische und körperliche Gesundheit von Menschen positiv beeinflusst, kann jede Person bei einem Waldspaziergang erleben: Der Stress nimmt ab, wir fühlen uns ausgeglichener. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen belegen den Effekt der natürlichen Umgebung auf das menschliche Wohlbefinden.

Welche Konsequenzen ziehen wir daraus für die Gestaltung von Freiräumen? Wie lassen sich Aspekte der Natur definieren, die unsere Zufriedenheit mit der gebauten Umwelt am meisten beeinflussen? Erste Antworten auf diese Fragen gab 2014 die Beratungsfirma Terrapin Bright Green in Zusammenarbeit mit namhaften Universitäten: Das Dokument „14 Patterns of Biophilic Design“ klassifiziert die Beziehungen zwischen Natur, menschlicher Biologie und dem Design gebauter Umwelten.

Unsere Kollegin Dimitra Theochari, die sich seit langem in Theorie und Praxis mit Biophilie beschäftigt, ist mit dem MSB-Team in das Thema eingetaucht. Ziel des Workshops war die Entwicklung von Handlungsweisen, mit denen wir als Expert*innen für Mensch und Raum die Erkenntnisse der Biophilie noch besser in unsere Planungspraxis integrieren. 

Portrait Dimitria Theochari von MERA Landschaftsarchitekten
Dimitra Theochari

Titelbild: © MSB / Ort: England, Hauser & Wirth,  Durslade Farm / Entwurfsverfasser Garten: Piet Oudolf